Die Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität» zielt darauf ab, eine dauerhafte und bewaffnete Neutralität in der Verfassung zu verankern. Sie soll der Schweiz verbieten, wirtschaftliche oder diplomatische Sanktionen gegen einen kriegführenden Staat zu übernehmen, sofern dies nicht von der UNO vorgeschrieben ist, und schränkt die Zusammenarbeit mit Bündnissen wie der NATO stark ein.
Für die HIKF beruht diese Initiative auf einer Vorstellung von Neutralität, die der Vergangenheit angehört. In einer Welt, die von der Rückkehr bewaffneter Konflikte, Cyberbedrohungen und starken geopolitischen Spannungen geprägt ist, kann es sich die Schweiz nicht leisten, sich zu isolieren. Ihre Sicherheit, ihr Wohlstand und ihre Fähigkeit, ihre Interessen zu verteidigen, hängen von ihrer Fähigkeit ab, zusammenzuarbeiten und pragmatisch auf internationale Krisen zu reagieren.
Indem die Initiative die Übernahme internationaler Sanktionen, insbesondere gegen Aggressorstaaten, verhindert, würde sie die Beziehungen zu unseren wichtigsten Handelspartnern schwächen, was den exportierenden Unternehmen schaden würde. Anstatt die Schweiz zu stärken, würde diese starre Auffassung von Neutralität ihre Stabilität und ihren Wohlstand gefährden.